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9,3 Prozent Chinesisch in 5 Zeichen – Sprach-Statistik

Wie viel chinesische Schriftzeichen muss man lernen, um eine Zeitung aus Peking lesen zu können? Gestern haben wir eine Liste mit den 300 häufigsten Zeichen veröffentlicht. Üblicherweise kursieren Zahlen zwischen 10.000 und 40.000 Zeichen, die ein Zeitungsleser im Kopf haben muss.

Dass es mit viel weniger gehen soll, ist in einem Artikel bei ChingChangChinese beschrieben: Fünf chinesische Zeichen repräsentieren bereits 9,3 Prozent der am häufigsten verwendeten Symbole, darunter die Zeichen für „eins“, „nein“ und „sein“ (vollständige Liste – gleich mit animierten Zeichen zum Selberschreiben).

Und wer wirklich wissen will, wie viel er lernen muss, der sollte einmal auf die Seiten von Patrick Hessel Zein schauen. Dort wird eine Statistik von Jun Da und Chih-Hao Tsai gezeigt:

Demnach hat man den weitesten Weg bereits nach rund 1.000 Zeichen erreicht (leider habe ich zu wenig Erfahrung, um das beurteilen zu können). Die ersten 3.000 Zeichen sind hier aufgelistet (leider nur als kleine Schriftzeichen mit etwas holprigen Beschreibungen auf Englisch). Für Statistik-Liebhaber: Die vollständigen Daten – auch im Excel-Format – erhalten Sie hier.

Glauben wir diesmal der Statistik, dann fällt das Lernen leichter!

Ulrich

Ergänzung: Hier noch eine Liste mit den 9933 häufigsten Zeichen.

Die häufigsten chinesischen Schriftzeichen

Chinesisch lernen ist nicht einfach – besondes Schreiben und Lesen erfordert viel Gedult beim Lernen der unzähligen Zeichen. Einen genialen Einstieg in diese faszinierende Sprache bietet CozyChinese an: Die 300 häufigsten Schriftzeichen in einer übersichtlichen Liste.

In Zehnergruppen können die Zeichen im Detail betrachtet werden – und zwar mit vollen Service: Neben dem vergrößerten Schriftzeichen werden ausführliche Übersetzung (Englisch) und sogar die Ton-Version zum Üben der Aussprache angeboten.

Für den Chinesisch-Lernen ein absolutes Muss. Und für alle, die Lehrmaterialien für Fremdsprachen erstellen ein wirklich kreativer Ansatz. Wo sind die Listen der häufigsten englischen, französischen und spanischen Wörter?

Link zur Liste der 300 häufigsten Schriftzeichen

Chinesisch lernen auf der Google Homepage

CozyChinese bietet einen neuen Service: Zum Lernen von chinesischen Schriftzeichen kann ein Gadget auf der personalisierten Google-Homepage oder auf der eigenen Seite eingefügt werden (Übersetzung mal wieder nur ins Englische). So kann dort gelernt werden, wo sowieso jeder Computerbenutzer jeden Tag vorbei kommt: Direkt auf der Startseite der größten Suchmaschine.

Auf der virtuellen Lernkarte „Word of the Day“ werden Schriftzeichen und Pinyin (Lautschrift) angezeigt. Die Übersetzung erscheint, wenn man einen bestimmten Teil der Karte mit der Maus berührt. Außerdem kann die Aussprache über eine kleine Schaltfläche aktiviert werden.

Lesen lassen: Lernen mit den Ohren…

Zugegeben: Die Seite von HearWho sieht ziemlich unfertig aus. Trotzdem bietet HearWho ein tolles Angebot für Lerner, die gerne beide Hände und Augen frei haben: Auf der Webseite kann man einen beliebigen Text einfügen, der dann von wählbaren Stimmen vorgelesen wird.

Der Knüller an HearWho ist jedoch, dass er eingefügte Text auch als MP3 heruntergeladen werden kann. Tonaufnahmen selbst zu produzieren ist aufwändig und kompliziert. Wer jedoch für das (Lern-)Training beim (Körper-)Training oder für die Autofahrt auf die Schnelle ein paar aktuelle Nachrichten oder Wikipedia-Beiträge als Tondatei erstellen will, der kann diese einfach über kopieren, einfügen und runterladen in eine Audio-Datei verwandeln. Dauer einer solchen Aktion: Wenige Sekunden, sofern der Server nicht gerade viel zu tun hat. Dann kann es auch mal fünf Minuten dauern, was beim Ausprobieren allerdings nie passiert ist.

Die Möglichkeiten, den iPod zu füllen, sind unbegrenzt, sofern Sachtexte auf Englisch oder Spanisch in elektronischer Form verfügbar sind.

HearWho für das Sprachtraining zu benutzen geht ebenfalls nur für Englisch und Spanisch. Allerdings ist die melodielose und synthetische Aussprache wohl weniger dafür geeignet, an seinem Akzent zu arbeiten. Allerdings überwiegt hier der Vorteil, dass Texte rasch und ohne Aufwand in MP3 umgewandelt werden können.