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Live Gedächtnistraining – Video!

Hier ist das erste Video vom Ärztekongress in München. Am Morgen stand ein praktisches Mini-Gedächtnistraining auf dem Programm. Ziel war es, dass die Teilnehmer die Reihenfolge von 20 Farben merken sollten. Dabei haben Sie gleich mehrere grundsätzliche Mnemotechniken kennen gelernt. Aber sehen Sie selbst:

Und hier ist der zweite Teil:

Zuletzt noch der dritte Teil, dann haben Sie es geschafft:

Mit der so genannten Zahlen-Symbol-Route können Sie aber nicht nur Farben merken (zumal das nicht gerade besonders oft gebraucht wird). Genauso können Sie Ihren Einkaufszettel oder andere Informationen nach der gleichen Methode darauf abspeichern. Probieren Sie es aus!

Hier ist das gesamte Video am Stück zu sehen:

http://www.vimeo.com/4815702

Video: Zahlen einfach merken mit dem Major-System

Das Major-System (manchmal auch Mastersystem genannt) ist die effektivste Methode, sich Zahlen einfach, schnell und zuverlässig zu merken. Dieses Video beschreibt, wie Sie sich Zahlen, Daten und Telefonnummern ohne Mühe – auch in großer Menge – einprägen können, indem Zahlen einfach in Bilder verwandelt werden, die sich das Gehirn einfach merken kann.
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Gastbeitrag: Mnemo-Techniken und das Auswendiglernen des chemischen Periodensystems mit seinen 111 Elementen

Die ausführliche Beschreibung von Pierre haben wir auf Piratesparty gefunden. Eine seltene und tolle Gelegenheit, einmal ganz tief in den Kopf eines Memotechnikers zu schauen. Eine Erfahrung, die selten so detailliert erklärt und geteilt wird! Viel Spaß beim Lesen!

Einstieg

Initiiert durch den grandiosen Vorschlag eines Professors einer Universität in Berlin nahm ich mir vor das Periodensystem mit seinen 111 Elementen auswendig zu lernen.

Meine erste Idee war, die Routentechnik dafür zu verwenden. Diese Technik wird erfolgreich von allen möglichen Gedächtniskünstlern weltweit angewandt, um erstaunliche Gedächtnisleistungen zu erzielen und sie war mir bekannt, weil ich selbst schon in einigen Klausuren damit gearbeitet hatte und auch sonst darüber informiert war. Bei der Methode wird der zu erlernende Content mit gut einprägsamen Routenpunkten verknüpft und ist durch geistiges abklappern der Route dann im Nachhinein wieder abrufbar.

Als erstes informierte ich mich erneut über die Routentechnik und fand einen Artikel auf einer wunderbaren Website¹ die ich im weiteren Verlauf des Projekts noch öfter zu Gesicht bekam, auch wenn dieses anfangs verflixte Trainingsprogramm sich nicht im Browser starten ließ und mich damit schwer aufregte.

Außerdem recherchierte ich über die Methode bei Wikipedia und fand sie schließlich unter dem Namen Loci-Methode.

Allgemein

Um diese Technik zu beherrschen, wird nur sehr wenig Aufwand benötigt. Wer sich ohne Hilfstechniken eine Abfolge von Dingen zu merken versucht, scheitert schnell; mit Hilfe der Loci-Technik werden die Lerninhalte geordnet „encodiert“. In der Loci-Technik wird für jeden Begriff ein eigener Platz reserviert, quasi Variablen geschaffen, die mit verschiedenen Inhalten belegt werden können. Diese Variablen liegen in einer übergeordneten, fixen Struktur, so dass es möglich wird, bei der Wiedergabe die genaue Reihenfolge einzuhalten.

Diese fixe Struktur kann ein wohlbekannter Weg sein, aber auch ein Raum. Es muss im zweiten Falle nicht unbedingt ein realer Raum sein. Man kann sich selbst seinen eigenen Raum schaffen, dies muss jedoch in größtmöglicher Detailgenauigkeit geschehen. Bei beiden Varianten ist es notwendig, ganz eindeutige Plätze auszuwählen, wo später die zu merkenden Dinge „abgelegt“ werden können. Zusätzlich kann man diesen Plätzen noch Nummern zuweisen.

Anschließend kann man auf die geistig vorbereiteten Plätze das zu Merkende in Form lebendiger Bilder ablegen. Traditionell wird an einem Ort/Platz nur ein Begriff/Bild abgelegt.

Einige moderne Lehrer halten es für besonders günstig, wenn man mehrere Dinge zuerst zu einem Assoziationsbild verknüpft und dann gedanklich ablegt. So werde „Platz gespart“ und man erinnere sich obendrein noch leichter.

Man kann den Weg oder das Zimmer immer wieder benutzen, quasi neu „beschreiben“, wenn das alte Wissen vergessen wurde. Ohne Wiederholung werden die Bilder im Kopf immer schwammiger, bis sie irgendwann ganz vergessen werden.

Mögliche Plätze

  • Wohnung, Häuser

  • Öffentliche Plätze

  • Straßen

  • Museen

  • Eigener Körper

Im Mittelalter waren gerade in den Predigerorden Kirchen beliebt.

Neurologische Ursachen

Diese Methode funktioniert deshalb gut, weil das menschliche Gehirn Daten gut ortsabhängig einspeichern kann und assoziativ funktioniert. Die Idee geht auf die alten Griechen zurück (möglicherweise entstand sie noch früher). Die Wissenschaftler mussten damals viel mehr auswendig lernen, da Bücher als Handschriften teuer und selten waren. Die Methode wird auch von heutigen Gedächtnissportlern benutzt.

Geschichte

Auch Redner in der Antike nutzten diese Technik, um ihre Reden auswendig zu lernen. Cicero schritt dabei gedanklich die Umgebung des Forums in Rom ab. Er beschreibt die Methode in seinem Werk “De oratore”.

Angeblicher Erfinder ist Simonides von Keos. Er lebte um 500 v. Chr. und war ein bekannter Poet und Redner. Er hatte wohl noch nichts mit späteren Konzeptionen eines Gedächtnispalastes zu tun. In der Antike war die ihm legendär zugeschriebene Loci-Methode so verbreitet, dass man einfach nur von “der Methode” sprach. Der Sage nach ist Simonides auf die Idee für die Loci-Methode gekommen, als er bei einer Feier des Skopas dessen Haus kurzzeitig verließ und während seiner Abwesenheit das Haus einstürzte. Niemand überlebte, eine Zuordnung der zermalmten Körper war äußerlich nicht mehr möglich. Simonides musste, als einziger Überlebender, die unkenntlich Gemachten identifizieren. Dabei visualisierte er die Szenerie vor dem Einsturz, um sich des jeweiligen Aufenthalts der Personen zu vergegenwärtigen, und erkannte in seinem Erfolg, dass es dem Mensch leicht fällt, in eine räumliche Verknüpfung eingefügte Informationen geordnet wiederzugeben.

-aus Wikipedia – freie Enzyklopädie des Wissens

Der Plan

Außerdem las ich noch von dem sogenannten Gedächtnispalast, einem geistigen Konstrukt, das im Prinzip nichts anderes als eine Ansammlung von fiktiven Loci ist, die verschiedenste Routen darstellen können.

Ich wollte genau das. Ich wollte einen Raum schaffen indem ich das Periodensystem unterbringen konnte, am besten so, dass ich es nie wieder vergessen würde. Noch besser wäre es, wenn dieses Periodensystem-Haus oder der Perdiodensystem-Raum teil eines Komplexes wäre, indem noch tausend andere Dinge gespeichert werden könnten. Ein Gedächtnispalast der Superlative.HAHA.

Das sind Gedanken die Motivation ankündigen. Jetzt nur nicht entmutigen lassen und erste Erfolge erzielen.

Nun die erste Frage: Wie sollte der Raum aussehen? Sollte es schlicht ein Zimmer sein, oder wäre es besser ein eigenes Gebäude mit vielen Zimmern nur für das Periodensystem anzulegen? Ist es sinnvoller eine Route mit 111 Punkten zu erstellen oder ist es sinnvoller das ganze in Teilstrecken zu zerlegen?

Ich entschloss mich zuerst den inneren Aufbau meines Opfers besser zu verstehen. Ich nahm mir das Periodensystem vor.

Das Periodensystem

Das Periodensystem ist sowohl in die Perioden 1 bis 7, als auch in die Hauptgruppen 1 bis 8 unterteilt. Außerdem gibt es die Gruppen der Alkalimetalle, der Erdalkalimetalle, der Metalle, Nichtmetalle, Halogene sowie der Übergangsmetalle in denen die zwei Gruppen Lanthanoide und Actinoide strukturell inbergiffen sind.

Was nun charakteristisch für die einzelnen Gruppen war und was mit zunehmender oder abnehmender Periode oder Hauptgruppe genau ablief, war mir mittlerweile wieder einigermaßen schleierhaft geworden und würde Gegenstand späteren Lernens sein.

Aber die aufgezählten strukturellen Unterteilungen boten schon einige Möglichkeiten zur Einrichtung des PSE-Gebäudes – denn das sollte es, da war ich mir sicher, werden: Ein Gebäude.

Abbildung 1: erste Skizze nach Strukturanalyse des PSE

Die Routen

Nachdem ich nun eine grobe Vorstellung des Gebäudes hatte musste ich die Wege durch dieses Gebäude entweder detailliert ausarbeiten damit ich sie mir merken konnte, oder mit realen Routen belegen. Beispielsweise hat der Flur der Alkalimetalle mit dem H2-Pförtner und dem Fahrstuhl am Ende 8 Stationen und ich konnte diese Stationen leicht mit einem Gang durch meine alte Wohnung belegen. So kam es dass das Pförtnerhaus in einem schönen Garten mit Wiese stand, im Eingangsbereich bei Lithium und der giftigen alten Sekretärin Beryllium ein Ka(r)min gleich neben der Eintrittsglastür stand, welchen Lithium auch immer fleißig befeuerte, worüber sich die blöde Beryllium ständig aufregte, weil sie Karminrot hasste! Man ging dann weiter zu Magnesium und Natrium, deren Büros einen Warteraum mit Klavier hatten, dessen Tasten aus Magnesiumtabletten und Salzbestanden, weswegen man wenn man seine Finger nach dem spielen ableckte, entweder einen salzigen oder einen zitronigen Geschmack hatte. Dann kam man zu den Büros von Kalium und Calcium deren Boden mit knarrenden Holzdielen ausgelegt war, zwischen die Dielen lief die ganze Zeit Kaliumpermanganatlösung und man dachte ‘Was für eine Schweinerei! Das bekommen die nie wieder sauber!’ An Calciums Tür klebte ein Poster von einem Skelett, Erinnerung an einen Knochenaufbaukurs den es in der 10ten Klasse gewonnen hatte. Das Skelett steppte auf dem Holzdielen, dass die Permanganatlösung nur so spritzte. Man kam dann weiter zu Rubidium und Strontium die eine Wäscherei mit einer derbe schaukelnden und rüttelnden Waschmaschine hatten, was ziemlich gefährlich war, weil Rubidium immer gleich explodierte wenn es etwas von dem rumspritzenden Wasser abbekam. Allgemein mochte niemand die Wäscherei, vor allem Calcium der Knochenfreak nich, weil Strontiums Zwillingsbruder 90Sr ständig allen radioaktiv die Fresse wegfetzte und Knochen und Zähne brüchig machte! HAHA wir er da lacht. Man musste echt ständig zwischen diesen beiden Irren durch um weiterzukommen und sprang dann deckungssuchend zwischen radioaktiven laserstrahlen und den explodierenden Rubidiumfragmenten durch die Wäscherei mit den wackelnden Waschmaschinen.. eieiei.. Danach kam der Leseraum von Cäsium und Barium in dem es nach frisch gedruckten Büchern roch und eine Cäsium-Uhr vor sich hin tickte. Barium ist ein Fettklops der auf die Atombombe im nächsten Raum aufpasst. Der nächste Raum ist ein Kinderzimmer in dem Francium(Franz) und der kleine dicke Radium(Hans?!) (der Sohn von Madam Curie) auf einer Atombombe sitzen und mit Lego spielen. Danach kommt der Fahrstuhl mit dem 1,80 großen Kanarienvogelwärter.

1

Wasserstoff

Garten, Pförtner

2

Lithium Beryllium

Kaminfeuer, giftige Sekretärin

3

Natrium Magnesium

Klavier aus Salz und Tabletten

4

Kalium Calcium

Holzdielen, steppendes Skelett und auslaufende Lösung

5

Rubidium Strontium

Die wackelnden Waschmaschinen, Atomarestrahlung, explodierendes Rubidium

6

Cäsium Barium

Leseraum, tickende Cäsium-Uhr und dicker Barium

7

Francium Radium

Kinderzimmer, Atombombe Hans(Radium?) & Franz(ium)

8

Fahrstuhl

Kanarienvogel

Anhand des letzten Punktes hab ich dann die Verknüpfung zur nächsten Route gelegt in dem ich einfach eine andere Wohnung die mir wohl bekannt war und die einen Kanarienvogel am einen Ende enthielt nutzte. Sie belegte die ersten 10 Elemente in der Halle der Übergangsmetalle und sah folgendermaßen aus:

1

Scandium

Kanarienvogel, mitten drin im Skandal-Büro!

2

Titanium

Ein Titan schläft im Bettchen und schnarcht

3

Vanadium

Vandalen im Fernsehen werfen Steine

4

Chromium

Autowerkstatt draußen vor der Tür, mit gut verchromten Felgen!

5

Mangan

Kleine Manganknollen die sich in den Ritzen vom Sofa verkrümeln

6

Eisen

Ich stolper über einen schweren Eisenlampenschirm

7

Cobalt

Auf der Fensterbank sitzt ein kichernder Kobolt

8

Nickel

Die Hundehütte ist voll gestopft mit allergieauslösenden Nickel-Ohrringen

9

Kupfer

Im Regal steht eine Bibel mit verkupferten Metallseiten, an denen man sich die Finger schneidet und blutet. Blut auf Kupfer schmeckt komisch.

10

Zink

Die Tür ist eine Zink-Opfer-Anode an einem riesigen Schiff!

Und so weiter. Nacheinander belegte ich alle Elemente der Halle der Übergangsmetalle mit meinen Routen, bzw. die Routen mit den Elementen. Bis ich die 40 Elemente locker runter rasseln konnte. Der Trick ist dabei, sich die verknüpfenden Gedanken so realistisch wie möglich auszumalen, also mit vielen Sinnen. Es nützt nichts, sich einfach Kombinationen zu denken, man muss diese auch ausmalen, facettenreich und kreativ bis komplett wahnsinnig gestalten. Gut im Gedächtnis bleiben neben den Orten vor allem Angst/Schmerz/Gefahr, Erotik, Übertreibungen sowie Geräusche oder Gerüche. Man muss sehen was bei einem selbst am besten im Gedächtnis bleibt. Bei mir sind es Vorstellungen von Bewegungsabläufen, wie beispielsweise in der Rubidium-Strontium-Wäscherei oder bei dem Eisenlampenschirm.

Immer wenn mir ein Element nichts sagte, ich also keine wirkliche Vorstellung von ihm hatte, recherchierte ich seine Eigenschaften und Anekdoten und Geschichten. Sehr geholfen hat mir dabei eine Sammlung von Videos der University of Nottingham², die zu JEDEM Element ein Youtube-Video online haben, in dem Professoren darüber reden und Experimente seine Eigenschaften verdeutlichen. Ein Heidenspaß und sehr interessant.

Nach der vierten 10er-Reihe der Übergangsmetalle stellte ich fest, dass es wirklich am sinnvollsten ist sich eine Tabelle zu machen. Die erste Spalte enthält die Schlagworte der Route (z.B. Tisch, Spüle, Hundehütte..) die zweite Spalte die zu merkenden Begriffe (z.B Lantan, Hafnium, Tantal…) und in der dritten Spalte assoziert man frei und versucht möglichst viele Sinne anzusprechen (z.B. der Chinese Lan-Tan grüßt und legt Metallschwämme auf dem Boden aus über die ich barfuß gehe, in der Spüle sitzt ein Kiffer, Taranteln klettern aus der Hundehütte und krabbeln auf mich zu).

Geht man dann mit den Tabellen die Route ein-, zweimal im Kopf durch, hat man meistens schon alles im Kopf.

Nach einer Woche gemächlichen Lernens hatte ich das Periodensystem im Kopf, es ist jedoch auch viel schneller möglich, wenn ich systematisch gleich Tabellen aufgestellt hätte und dann alles durchgegangen wäre, hätte ich es sicherlich an einem Tag geschafft.

Als nächstes überlege ich nun mit Hilfe anderer Mnemo-Techniken große Zahlenreihen auswendig zu lernen.

Dieser Artikel wurde verfasst von pierre

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‘Mnemo-Techniken und das Auswendiglernen des chemischen Periodensystems mit seinen 111 Elementen’ und alle seine Bestandteile stehen unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland Lizenz.

Links:

¹: http://www.memoryxl.de/_cms/tipps-der-meister/grundlagen-gedaechtnistraining-7.html

²: http://www.periodicvideos.com/

Der neue denkreich Konzentrationstest

Immer mehr Wissenschaftler behaupten, durch zu viel Arbeit am Computer läßt die Konzentration nach: Testen Sie es selbst! Mit dem denkreich Konzentrationstest können Sie schnell herausfinden, wie gut Sie eine Aufgabe lösen können, ohne sich ablenken zu lassen.

In vier Feldern müssen Sie aus jeweils 25 Zahlen diejenigen herausfinden, die dem darüber stehenden Satz entsprechen. Nicht einfach, weil sich in jedem Feld die Aufgabe etwas anders ist.

Besser direkt suchen mit Kallout

Suchen bedeutet oft: Den Arbeitsfluss unterbrechen, den Browser öffnen, Google ansteuern, Suchbegriff eintippen und die Ergebnisse durchforsten. Obendrein ist die Versuchung groß, einfach weiter zu klicken und sich mal wieder in den Weiten des Web zu verlieren.

Da suchen, wo gearbeitet wird – das ist das Motto von Kallout, ein Suchwerkzeug, dass Suche dort stattfinden läßt, wo man gerade arbeitet. Einfach die Software installieren (nur für Windows) und loslegen: Also gewünschten Text markieren und mit der rechten Maustaste die Suchart wählen. Dabei bietet Kallout auch die Suche nach Bildern, Videos, Nachrichten (nur Google News und New York Times) und in Karten an.

Kallout ist damit die erste wirklich direkte Suche, weil auch die Ergebnisse nicht mehr im Browser, sondern in einer Sprechblase direkt in der laufenden Anwendung gezeigt werden. Besonder hilfreich ist das, wenn schnell Begriffe nachgeschlagen oder überprüft werden sollen. Praktisch auch bei der sonst mühevollen Suche nach Bilden für Präsentationen: Direkt aus Powerpoint können anhand von Stichworten Bilder bei Flickr oder Photobucket herausgesucht werden, ohne die Anwendung wechseln zu müssen.

Leider beschränken sich die Ergebnisse derzeit noch auf englischsprachige Seiten. Daran wird allerdings schon gearbeitet.

Google spielt Lawine: Wird Knol Wikipedia ersetzen?

Das Logo ist so klein, dass man fast eine Lupe braucht, um es richtig erkennen zu können. Aber die Größe der Grafik spielt die Brisanz von Knol, das gerade von Google gestartet worden ist, nicht herunter.

Der zweideutige Untertitel sagt es ganz klar: Eine Einheit des Wissens – und aus dem Bauch heraus würde man bei Google sagen, dass bei „Einheit“ die Betonung ganz klar auf „Ein“ liegt.

Mit der neuen Wissensplattform geht DER Internetkonzern ganz klar auf die zahlreichen offenen Wissensplattformen los – vorneweg Wikipedia. Vom Konzept unterscheidet sich Knol nicht von den anderen Anbietern: Seiten können angelegt, gefüllt, von anderen ergänzt, geändert und kommentiert werden. Einziger auffälliger Unterschied: Die Autoren werden mit Bild und Name erwähnt. Google spielt mit der Eitelkeit der Autoren, was sicher nicht ganz unabsichtlich eingefügt wurde.

Da die Zahl der Artikel noch auf die Homepage passt, steht in der Ecke der nette Spruch „Wer braucht schon eine Suchmaschine? Drücken Sie CRTL+F“. Das wird aber sicher ändern…

Tafel im Internet: Online Whiteboard

Malen und schreiben wie damals in der Schule: Bei den Mathematikern in Harvard wird noch fleißig die Kreide geschwungen. Wer das heute online und gemeinsam mit anderen in Internet wieder genauso machen möchte, der nutzt Scriblink.

Die Online-Anwendung ist eher einfach gestaltet, funktioniert aber gut für gemeinsame kreative Runden. Vor allem die Upload-Funktion schafft eine gemeinsame Grafik-Grundlage.

Schon ein paar Jahre mehr online ist Vyew – und das ist spürbar: Neben dem klassischen Whiteboard bietet die Seite auch Zusammenarbeit auf dem Desktop an – was bisher nur mit Hilfe von Software wie UltraVNC oder CrossLoop funktionierte und auf zwei Rechner begrenzt war.

Aber auch auf der virtuellen Tafel übertreffen die Funktionen alle anderen Lösungen: Hier wird vektororientiert gearbeitet. Zum Diskutieren werden Audio- und Videoübertragung angeboten. Ganze Präsentationen können hochgeladen und verändert werden. Einziger Wehmutstropfen: Die zahlreichen Möglichkeiten machen die Seite unübersichtlich. Für die schnelle Zeichnung und das kreative Arbeiten reicht dann doch vielleicht die einfache Lösung.

Fenster besser als Fernsehen

Ein Fenster mit Aussicht beruhigt mehr als das gleiche Bild auf einem Fernseher. Forscher der Universtität Washington haben den Puls von Studierenden bei der Arbeit untersucht. Eine Gruppe arbeitete mit Blick durch ein Fenster auf den Campus, während die andere Gruppe das gleiche Bild über eine Kamera auf einem Bildschirm eingespielt bekam.

Beide Gruppen schauten etwa gleich oft von der Arbeit hoch und auf Schirm oder Fenster. Die Ergebnisse sind klar: Das Fenster ist gut für die Herzfrequenz. Der Blick auf die Wirklichkeit sorgte für Ruhe und Entspannung. Der Bildschirm beschleunigte den Puls und sorgte für mangelnde Konzentration.

Dass Lesen auf Bildschirmen anstrengender ist – das ist schon länger bekannt. Die aktuelle Studie geht einen Schritt weiter: Schon die Präsenz eines Bildschirms – sogar mit einem langweiligen Bild – stört beim Arbeiten. Was dann wohl die bunten Tapeten des Privatfernsehens anrichten?

In der Praxis läßt sich der Bildschirm kaum spontan vom Schreibtisch verbannen. Allerdings bietet heute jeder Rechner Bildschirmschoner an, aber bitte nicht die bunten. Geeignet für die volle Konzentration sind bewegte Bilder nicht. Schwarzer Schirm ist optimal. Keine Uhr. Kein Logo. Keine Laufschrift.